Vereinsausflug nach „Schloss Mespelbrunn“ und „Seligenstadt“.

 

Pünktlich um 08.00 Uhr starteten 57 SCH-Mitglieder am 29.08.2015 zum Vereinsausflug.

Auf dem Parkplatz vom „Schloss Mespelbrunn“ angekommen, gab es das obligatorische Sekt-Frühstück.

Um 10.30 Uhr begann die Führung durch das „Schloss Mespelbrunn“.

Inmitten rauschender Wälder liegt in einem verschwiegenen Wiesengrunde „Schloss Mespelbrunn“ in einem stillen, klaren Weiher, umfangen vom Märchenzauber entrückter Waldeinsamkeit.

Mehr als ein halbes Jahrtausend hat dem Schlosse die heutige Gestalt gegeben, seit Erzbischof Johann von Mainz am 1. Mai 1412 dem Ritter Hamann Echter aus dem Odenwald diesen Platz „Zum Espelborn“ mitten im Herzen des Spessarts zum Dank für treu geleistete Dienste als kurfürstlicher Forstmeister im damals noch wilden und unerschlossenen Walde schenkte; um 1419 baut er sich dort Haus und Hof, und zwar ein unbefestigtes „Weiherhaus“. Sein gleichnamiger Sohn zieht es vor, zwischen 1427 und 1434 ein „festes Haus“ , von Mauern und Türmen geschützt, zu errichten. 1519 wird im Südosteck des Hofes, wie ein Wappenstein erweist, das heut noch stehende Untergeschoß errichtet; alle anderen Teile der alten Wasserburg mussten dem großzügigen Ausbau zum Renaissanceschloss weichen, den Peter Echter von Mespelbrunn 1551 begann und in 18 Jahren durchführte.

Durch Peter Echters Bauten wurde das heutige Bild im wesentlichen bestimmt: 1551 begann man mit dem Ostflügel, der auch die Küche enthält, zwei Jahre später auf der Eingangsseite mit dem Südflügel; 1564 wurde der Nordflügel mit dem Treppengiebel errichtet, der die heutigen Schauräume birgt.

Über den Schlosshof gelangten wir in den Rittersaal. Über das Portal am Treppenturm gelangten wir dann  in den Speisesaal und die Kapelle. Weiter ging es dann in den Ahnensaal, das Echterzimmer, das Chinesische Zimmer und das Fürstenzimmer. Damit war die Führung durch das Schloss beendet.

Die Mittagspause verbrachten wir im „Restaurant Pferdestall“  im Schlosshof vom Schloss Mespelrunn.

Um 14.15 Uhr fuhren wir nach „Seligenstadt“ wo um 15.00 Uhr die Stadtführung begann.

Bei sehr warmen Temperaturen starteten wir die Führung am Bollwerkturm am Friedhof.

Weiter ging es zu der ehemaligen „Benediktiner Abtei“. Die Klosterstadt mit ihren Gärten, Wirtschaftshöfen, Vorratskellern, ihren Brunnen und Skulpturen ist ein Musterbeispiel barocker Architektur. Durch das neoromanische Westwerk aus dem 19.Jahrhundert betraten wir die „Einhardbasilika“.

Anlässlich der 900-Jahr-Feier im Jahre 1725 erhielt die Kirche eine Ausstattung im barocken Still. Heue befindet sich im Hauptaltar der Silberschrein mit den Reliquien der Mäytyrer Marcellinus und Petrus. Die Einhardbasilika ist die einzige karolingische Kirche nördlich der Alpen, in der bis heute liturgische Gottesdienste gefeiert werden. Über das erste Städtische Schulhaus, das Romanische Haus und das Rathaus gelangten wir auf den Marktplatz.

Am Einhardhaus, heute Tourist Info, endete dann die Stadtführung.

In Seligenstadt lebt eine Geschichte zur Namensgebung:

Einhard verliebte sich in Emma, eine Tochter Karls des Großen. Der Kaiser aber duldete diese Liebe nicht und verbannte das Paar vom kaiserlichen Hof. Nach vielen Jahren verirrte sich der Kaiser bei einer Jagd und fand hier eine gastliche Herberge. Emma, die Gastwirtin, servierte dem Kaiser seine Leibspeise: Pfannkuchen! Daran erkannte der Kaiser seine Tochter und soll vor Freude ausgerufen haben: Selig sei die Stadt genannt, da ich meine Tochter wiederfand!

Um 17.00 Uhr starteten wir dann zur Rückfahrt nach Bensheim wo wir dann auch pünktlich – im Vergleich zum letzten Jahr -  beim „Weingut Mohr“ angekommen sind.

Im Keller des Weinguts Mohr haben wir noch einen gemütlichen Abschluss des Ausflugs gefeiert, bevor wir uns dann um 20.15 Uhr auf den Heimweg machten.

Alle Teilnehmer waren von der Hitze des Tages geschlaucht, aber von dem Ausflug begeistert.

HH.